Adecco Group Swiss Job Market Index (Job-Index)

Adecco Job Market Index - Graphik

Zürich, 17. Januar 2019 – Schweizer Unternehmen schreiben im vierten Quartal 2018 mehr Stellen aus als im Vorjahr. Der Stellenmarkt bleibt damit weiterhin auf hohem Niveau. Dies zeigt die wissenschaftlich fundierte Erhebung des Adecco Group Swiss Job Market Index des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich. Zulegen konnten fast alle Berufsgruppen, allerdings unterschiedlich stark. Die Zahl der Stelleninserate hat auch in den Schweizer Grossregionen im Vergleich zum Vorjahr überall zugelegt, am meisten in der Genferseeregion, in der Ostschweiz und im Espace Mittelland. Der Aufschwung des Stelleninseratemarktes setzt sich damit auch zum Jahresende 2018 weiter fort.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index konnte im vierten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 8% zulegen. Im Vergleich zum letzten Quartal bleibt der Job Index aktuell mit einem Plus von 2% weitgehend stabil. «Die Unternehmen suchen aufs Jahresende hin trotz verhalten positiver Konjunkturprognosen fürs 2019 weiterhin zunehmend nach Personal. Der Schweizer Stellenmarkt hat sich damit im gesamten Jahr 2018 äusserst erfreulich entwickelt: Der Jahresdurchschnittswert des Job Index ist 2018 um 6% höher als 2017. Dies entspricht dem stärksten Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmittel seit 2014», kommentiert Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz.

 

Erhöhte Personalnachfrage in Organisations- und Managementberufen sowie in Berufen von Informatik, aber auch von Unterricht und öffentlichen Dienstleistungen

In fast allen Berufen hat die Zahl der Stellenausschreibungen diesen Winter im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Dieser Anstieg ist mit einem Plus von 23% in den Berufen von Management und Organisation (z.B. Geschäfts-, Bereichs- und Projektleitende oder Organisationsfachleute) hoch – eine Entwicklung, die bereits Ende 2017 eingesetzt hat. Auch Informatikfachleute beispielsweise Softwareentwickler*innen sind aktuell mit einem Plus von 17% noch stärker gefragt als im Vorjahr. Auch diese Entwicklung beobachten wir bereits seit mehreren Quartalen. «Geschäfts- und Produktionsprozesse werden laufend optimiert, getrieben von der Digitalisierung und Automatisierung. Um diese Optimierungen umzusetzen, stellen die Unternehmen weiterhin leitendes Personal aus Management und Organisation sowie Informatikfachleute ein», ergänzt Burth.

Die Zahl der Stellenausschreibungen in den Berufen des Unterrichts und der öffentlichen Dienstleistungen (z.B. Lehrpersonen oder Betreuer*innen) legte dieses Winterquartal ebenfalls zu, und zwar mit einem Plus von 15% im Vergleich zum Vorjahr und einem Plus von 10 % im Vergleich zum Vorquartal. «Wir gehen davon aus, dass aufgrund der gestiegenen Anzahl schulpflichtiger Kinder für die meisten Altersstufen tendenziell mehr Lehrpersonal benötigt wird», fügt Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz an.

 

Genferseeregion weiterhin im Hoch

Wie der Adecco Group Swiss Job Market Index für die Regionen zeigt, verzeichnet die Genferseeregion die stärkste Zunahme in der Anzahl Stelleninserate, gefolgt von der Ostschweiz und dem Espace Mittelland. «Damit schreibt sich eine schon vor gut zwei Jahren in diesen Regionen beobachtete positive Entwicklung weiter fort», ergänzt Anna von Ow.

Die Zunahme der Stelleninserate in der Genferseeregion setzt sich mit dem aktuellen Anstieg also bis zum Jahresende 2018 fort: Die Stellenausschreibungen steigen im aktuellen Winterquartal um 18% im Vergleich zum Vorjahr. Damit befindet sich die Region nun seit mehr als zwei Jahren im Hoch. Im Quartalsvergleich ist sie auf hohem Niveau weitgehend konstant (+4%). Alle Berufsgruppen konnten im Vorjahresvergleich zulegen. Überdurchschnittlich stark legte die Personalnachfrage mit einem Plus von 29% in den Berufen von Industrie und Bau zu, wobei die Zunahme hier vor allem auf die Berufe von Bau und Ausbau zurückgeht. Wir gehen davon aus, dass die laufenden Infrastrukturprojekte im Verkehrsbereich zu dieser starken Entwicklung beigetragen haben sowie die Anziehungskraft der urbanen Zentren.

Auch in der Ostschweiz und im Espace Mittelland setzt sich die bislang positive Entwicklung vom 2018 auch aufs Jahresende hin weiter fort: In beiden Regionen wurden 14% mehr Stellen ausgeschrieben. Während die Unternehmen der Ostschweiz weiterhin vermehrt nach Personal in den Berufen von Technik und Informatik suchen (+21% im Vergleich zum Vorjahr), nahmen die Stellenausschreibungen im Espace Mittelland im Vergleich zum Vorjahr am stärksten in den Berufen von Industrie und Bau zu (+30%).

Die Nordwestschweiz, der Grossraum Zürich (je +4%) sowie die Zentralschweiz (+3%) schreiben aktuell ähnlich viele Stellen aus wie im Vorjahr. Auch im Vergleich zum Vorquartal hat sich hier kaum etwas verändert.

 

Methode und Datenbasis

Der Adecco Group Swiss Job Market Index misst die Veränderungen des Stellenangebots − der Zahl der öffentlich ausgeschriebenen Stellen − in der Schweiz. Der Index ist repräsentativ für das gesamte Stellenangebot in Presse*, auf Unternehmens­web­seiten sowie in Internet-Stellen­portalen. Er stützt sich auf umfassende Auszählungen von Stellenausschreibungen sowie regelmässige Unternehmensbefragungen. Dank der Kooperation mit Adecco kann der durch den SMM erstellte Index seit März 2008 quartalsweise zur Verfügung gestellt werden. Ein PDF-Dokument mit detaillierteren Angaben zur Datengrundlage und Methodik steht am Ende dieser Seite zum Download bereit. Zudem stehen die aktuellen Indexwerte, die jeweils anfangs April, Juli, Oktober, Januar publiziert werden, als Excel-File zur Verfügung**.

Daten (Indexwerte) (XLSX, 177 KB)

Methoden (PDF, 223 KB)

Schema Erhebungsdesign (PNG, 104 KB)

 

* Aufgrund des Bedeutungsverlusts der Presse für Stellenanzeigen fliesst die Anzahl der Stelleninserate in der Presse seit dem 2. Quartal 2018 nicht mehr in die Berechnungen des Adecco Group Swiss Job Market Index ein.

** Da sich der Stellenmarkt stetig wandelt und wir unsere Erhebungsmethoden dementsprechend anpassen und verbessern, kann es vorkommen, dass die aktuell publizierten Zahlen leicht von früher publizierten Zahlen abweichen.